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"Wer, wenn nicht wir?"

Möllner Schülerbilder gegen Gewalt und Rassismus
Möllner Schülerbilder gegen Gewalt und Rassismus
Möllner Schülerbilder gegen Gewalt und Rassismus

"Wer, wenn nicht wir?" 

Möllner Schulen beteiligen sich an bundesweiten Langzeit-Kunstprojekt gegen Gewalt und Rassismus


Möllner Schülerinnen und Schüler der 1. bis 10. Klassenstufe haben sich 2019 inhaltlich und künstlerisch mit Gewalt in unserer Gesellschaft und ihren zunehmend rassistischen Ausformungen auseinandergesetzt und dabei eine ganze Reihe beeindruckender Werke erschaffen. Den Anstoß dazu gab der Verein Miteinander leben e.V. im Rahmen eines bundesweiten Ausstellungsprojekts "Wer, wenn nicht wir?" der Ludwigshafener Grafikerin Silvia Izi. Seit 1992 motiviert Silvia Izi Kinder und Jugendliche in dieser fortlaufenden Kunstaktion dazu, ihre Ängste und Hoffnungen, Wünsche oder Visionen zu Gewalt und Rassismus bildnerisch auszudrücken. Mehr als 300 Schulen, Jugendeinrichtungen und Kitas haben sich seither von dieser Idee inspirieren lassen und mit ihren Exponaten zu einer immer aktuellen Wanderausstellung beigetragen, die zu einer mobilen Demonstration, aber auch zu einer eindrücklichen Werbung für mehr Toleranz und ein friedliches Miteinander geworden ist. Diese Wanderausstellung wollen hat der Verein Miteinander leben e.V. 27 Jahre nach den Möllner Brandanschlägen von 1992 im landesweiten „Jahr der Politischen Bildung“ aller Schulen Schleswig-Holsteins nach Mölln geholt, um sie mit Möllner Schüler-Bildern zu vergrößern.

"Wir waren im Verein Miteinander leben e.V. vom Umfang dieses Projektes und der Beständigkeit seiner Idee fasziniert und fanden, dass Mölln mit seinen Schulen und seiner Geschichte unbedingt Teil dieses Projektes sein sollte", sagte Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins und fand mit Unterstützung vom Fachberater für Kulturelle Bildung Jörg Rüdiger Geschke dafür Zuspruch in der Till-Eulenspiegel -Schule, der Grundschule Tanneck, der Steinfeldschule, der Gemeinschaftsschule Mölln sowie dem Marion-Dönhoff-Gymnasium. Etwa 100 Exponate wurden als Möllner Beiträge für das Ausstellungsprojekt "Wer, wenn nicht wir?" eingereicht. 50 von ihnen wurden jetzt von einer Jury, bestehend aus Künstlerin Eva Ammermann, Künstler Ebrahim Sharghi, Antje Buchholz vom Verein Miteinander leben e.V., der Lehrerin Susanne Malerius als Vertreterin der Möllner Schulen sowie Mölln Bürgervorsteher Jan Frederik Schlie und Jörg-Rüdiger Geschke für eine Ausstellung ausgewählt, die zusammen mit 40 Tafeln der bundesweiten Wanderausstellung "Wer, wenn nicht wir?" in der Gemeinschaftsschule Mölln gezeigt wurden.

 

„Die Jury war von der Resonanz seitens der Möllner Schulen sowie der Fülle und der Qualität der eingereichten Exponate schlichtweg begeistert", sagte Organisator und Juror Jörg-Rüdiger Geschke. So ist beispielsweise in der Gemeinschaftsschule eine eigenständige Ausstellung mit vielfältigen Formen Bildender Kunst entstanden, die nach Willen der Jury in Gänze erhalten bleiben und gezeigt werden soll. Weitere Exponate wurden als Reproduktionen im öffentlichen Raum präsentiert, auf Großplakaten in der Möllner Hauptstraße wie auch in den Schaufenstern zahlreicher Geschäfte, deren Inhaber sich spontan bereit erklärten, diese künstlerische Initiative zu unterstützen.

Möllner Schülerbilder gegen Gewalt und Rassismus
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